Tiergestützte Förderung und Therapie
Definition
Tiergestützte Therapie ist der zielgerichtete Einbezug eines Tieres in die Physio-, Ergo- oder Psychotherapie, auf Grundlage einer vorhandenen Diagnose sowie einem Therapieplan mit einem klaren Therapieziel. Sie dient der verbesserten Verhaltens-, Erlebnis- und Konfliktbearbeitung, sowie der Stärkung und Verbesserung der Lebensgestaltungskompetenz.
Tiergestützte Förderung ist der Einbezug von Tieren in die individuelle Förderung eines Kindes / Patienten. Auf Basis eines Förderplanes sollen die vorhandenen Ressourcen gestärkt und unzulänglich ausgebildete Fähigkeiten verbessert werden. Ziel ist die Unterstützung von Entwicklungsfortschritten.
Wirkung
- Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz
- Patienten sprechen besser auf Medikamente an
- Besserung depressiver Stimmungen
- Verbesserung der Gedächtnisleistung
- Steigerung der Lern- und Reaktionsfähigkeit
- Verbesserung der Motorik
- Förderung physischer Rehabilitation
- Förderung der Kommunikation
- Minderung von Sprachstörungen durch geringere Hemmung dem Tier gegenüber
- beruhigende Wirkung
Durch den gezielten Einsatz von Tieren werden positive Auswirkungen auf das Verhalten und Erleben von Menschen erreicht. Tiere verbessern die Empathie, urteilen nicht, fördern das Selbstbewußtsein, die Aufmerksamkeit, die Motorik und die Kommunikation.
Besonders für Kinder / Behinderte ist das Tier oft Seelentröster bzw. Freund und kann so eine wichtige Brückenfunktion zwischen Patient und Therapeut erfüllen.
Indikation
- verhaltensauffällige Kinder
- körperlich / geistig Behinderte
- Demenzkranke
- Schlaganfallpatienten
- Depression
- Suchtkranke
- bei Rehabilitation nach Unfällen
